Kliss 3 / Zur Geschichte
Anakena wurde in den 90 er Jahren aus Bootsbauholz in Epoxy gebaut.
Der Entwurf stammt von Bernhard Rhodes, das Modell nennt sich Kliss 3.
Eine Internetrecherche ergab, dass es sich wohl um einen Neuseeländer handelte, der den Riss gezeichnet hat.
Ich habe noch einige Blätter des Bauplans vorrätig.
Irgendwann habe ich auch mal einen uralten Zeitungsartikel aus den 70 er Jahren im Netz gefunden. Da wurde mit einer Kliss 3 eine Regatta rund Neuseeland gesegelt.
Crew: ein Ehepaar und ein Kind. Sie haben die Regatta zwar nicht gewonnen, aber der Autor lobte das Potential und den Platz im Schiff. Angeblich hätte die Crew maximal 18 Knoten erreicht.... was mir nie gelungen ist, ich habe immer vorher gerefft.
Im Design erinnert die Kliss 3 ziemlich an die Telstar,
(findet man immer wieder im Netz).
Allerdings ist die Kliss 3 nur sehr umständlich und arbeitsaufwändig zu trailern.
Anakena hat einen schmalen Rumpf für verringerten Wasserwiderstand und halbüberbaute Beams für vergrößerten Wohnraum.
Anakena war das zweite Projekt des "Erbauers", einem niederländischen Arzt.
Vorher hatte er eine Wharram Tiki gebaut.
Mit seiner Frau hat er viele Törns bis hoch nach DK gemacht. Nach dem letzten Törn
( 2001 oder 2002) tauschte er den alten Honda-Motor gegen einen neuen 8 PS Yamaha four Stroke Außenborder. Kurz danach erkrankte er, so dass der Motor bei meinem Kauf
nagelneu und unbenutzt war.
Die Ausleger des Trimarans ( Amas) sind oben als Lauffläche breit gehalten und laufen konkav nach unten.
Grundgedanke war dabei einerseits die Außenkante des Leeschwimmers als Lateralfläche zu nutzen und andererseits dem Schiff bei zu hohem Lateraldruck die Möglichkeit zu geben seitwärts "wegzurutschen", anstatt umzukippen.
Die Drehschwerter verlaufen in gleicher Linie schräg zum Hauptrumpf.
Das absolute "Gimmick" des Schiffes ist der Gabelbaum ( Wishbone), wie beim Surfrigg.
Damit wird das Schiff zum Hingucker für alle und es gibt keinen Hafen, in dem uns nicht ein "alter Seebär" darauf anspricht.
Der Gabelbaum hat ein paar Vorteile.
Das Unterliek des Segels läßt sich prima durchsetzen. Beim Arbeiten am Segel kann man sich in den Gabelbaum hängen und hat einen sicheren Stand und ein paar Leinen unterhalb des Gabelbaums ersetzen die Lazy-Jacks.
Trimaran Anakena
